Herzlichen Glückwunsch zum 2. Staatsexamen – Seda und Philip! 

Ihr seid zwar schon langjährige “HÄRTINGS”, aber als baldige Rechtsanwältin und neuer Rechtsanwalt haben wir gedacht, wir stellen euch einmal ausführlich vor.

Social Media Team (SoMe): Philip, du bist jetzt schon seit 2012 bei HÄRTING. Erzähl mal, wie war das Studentenleben in der Kanzlei “damals”?

Philip: Auch vor 9 Jahren waren wir schon recht viele Studierende. Damals gab es noch kein flexibles Arbeitsplatzmodell und alle saßen gemeinsam im Studenten-Zimmer, was immer sehr lustig war. Im Frühjahr und Sommer 2012 wurden mit mir viele Studierende eingestellt und seit dem auch einem Rechtsgebiet und dem jeweiligen Partner fest zugeordnet.

Seda: Und als ich dann 2015 zu HÄRTING kam, waren viele der heutigen WiMis bereits da. Einige davon sind auch schon Rechtsanwälte und Rechtsanwältinnen.

SoMe: Und mit eurer langen Arbeitserfahrung werdet ihr auch direkt bei Mandaten einsteigen. In welchen Rechtsgebieten wirst du nun tätig sein, Philip?

Philip: Ich bin im IT-Recht – mit Daniel Schätzle – tätig. Dort soll es wirklich um reine IT-Themen gehen. Aber natürlich sind wir mit dem Team Data eng verbunden, denn IT ist nunmal eine Querschnittsmaterie. Auch wenn wir auf IT-Recht, IT-Sicherheit und IT-Projekte spezialisiert sind, ist das Datenschutzrecht spätestens Einführung der DSGVO nicht mehr wegzudenken.

SoMe: Du sprichst schon die vielen Überschneidungen in den Spezialisierungen der Kanzlei an. In welchen Gebieten warst du in den letzten Jahren noch so unterwegs?

Philip: In den ersten Jahren habe ich mit Philipp Schröder-Ringe gearbeitet. Dort haben wir einen Leitfaden für Open-Air Veranstalter erstellt oder jungen Gründern einen Überblick über die rechtlichen Themen verschafft. Anschließend habe ich mich immer mehr mit diversen Themen des Internetrechts beschäftigt, wie Pflichtangaben im E-Commerce oder der rechtlichen Zulässigkeit von SEO- und SEA-Tools wie Google Analytics In neun Jahren ist schon eine breite Themenvielfalt zusammengekommen.

SoMe: Wenn man mal auf eure Website-Profile schaut, fällt auf, dass ihr beide außer dem Datenschutzrecht von all unseren Themen gar keine Überschneidungen habt. Seda, du hast zuletzt sehr viel zu den Erfolgen im Corona-Team beigetragen, unter anderem habt ihr im Herbst 2020 die Berliner Sperrstunde vor dem Verwaltungsgericht Berlin gekippt! In welchem Team warst du die Jahre vorher und in welchen Bereichen wirst du nun als Rechtsanwältin bei uns tätig sein?

Seda: Am Anfang habe ich viele Fälle im Litigation-Team (also Prozessrecht) mit Robert Golz begleitet. Letzten März war ich bei der Gründung der Corona-Helpline dabei und habe viel mit Niko Härting und Albrecht Doering zusammengearbeitet. Außerdem, wie du schon sagst, begleite ich seit Jahren Datenschutzprojekte verschiedenster Art, auch schon vor Einführung der DSG-VO, und werde zukünftig Lasse Konrad bei Fragen rund um Data-Compliance unterstützen.

SoMe: Philip, vor kurzem warst du in den USA. Erzähle mal, was hast du dort gemacht?

Philip: Ich war im Rahmen meiner Wahlstation für drei Monate in Kalifornien und habe bei der Kanzlei Mason Hayes Curran gearbeitet. Das ist eine befreundete irische Kanzlei, die auch auf Datenschutz und IT-Recht spezialisiert ist und die ihr Büro in San Francisco hat, um für ihre Mandanten aus dem Silicon Valley ansprechbar zu sein. Daneben war ich an der UC Berkeley als Gastforscher unterwegs. Bei dem Datenschutzexperten Paul Schwartz habe ich mich am Berkeley Center For Law & Technology mit der amerikanischen Perspektive auf IT- und Datenschutzrecht auseinandergesetzt. Absolutes Highlight waren aber die nahe gelegenen Nationalparks Yosemite und Sequoia.

SoMe: Wirst du also nun viele englische Mandate übernehmen?

Philip: Ja, bereits in der Vergangenheit haben wir schon grenzüberschreitende Mandate bearbeitet. Darüber hinaus gibt es für spezifische Rechtsfragen natürlich auch Partnerkanzleien, mit denen wir zusammenarbeiten. Aber gerade in EU-harmonisierten Rechtsbereichen wie dem Datenschutz können wir viel im deutschen Rechtsrahmen, aber auch auf englischer Sprache, bedienen.

SoMe: Also man merke: Internationalität spielt immer eine wichtige Rolle in der Welt des Internetrechts. Nun eine etwas persönlichere Frage: In einer anderen Welt ohne Jura – was wäret ihr geworden?

Seda: Ehrlich gesagt habe ich schon in Grundschule in mein Freundschaftsbuch “Richterin” eingetragen. Das will ich heute zwar nicht mehr werden, aber bei mir gab es nie wirklich eine andere Überlegung. Ich habe mich auch nur für dieses Studium beworben.

SoMe: Das ist doch die perfekte Antwort. Und bei dir, Philip?

Philip: Bei mir war das noch, bis ich 19 oder 20 Jahre alt war, anders. Da dachte ich: Alles außer Jura. Über den Umweg eines Praktikums bei der Morgenpost habe ich mich in viele Vorlesungen gesetzt, unter anderem auch Politikwissenschaft und Jura. Intuitiv habe ich mich dann für die Rechtswissenschaft entschieden.

SoMe: Das klingt nach reichlicher Überlegung.

Philip: Ja, Jura und Politikwissenschaft sind sich ähnlich, aber was mich dann letztlich fasziniert hat war, dass Jura – maßgeblich durch Gesetze – eine wichtige Säule unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens darstellt und dieses definiert  und ausgestaltet. Das lässt sich auch gut im IT- und Datenschutzrecht beobachten, wo das Recht auf den stetigen Wandel reagieren muss und man zugleich eigene Ideen für den zukünftigen Umgang in der Gesellschaft mit neuen Technologien einbringen kann.

SoMe: Das lassen wir so stehen als Schlusswort und wollen wir euch nicht weiter von der Arbeit abhalten. Viel Erfolg bei euren ersten Mandaten und danke für eure Zeit!

 

 

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