Ein modernes Verkehrsflugzeug zeichnet Zehntausende Parameter auf. Doch wer kann auf diese Daten zugreifen und welche Bedeutung hat der europäische Data Act für Fluggesellschaften?
In Folge 51 des Data Navigator sprechen Dr. Martin Schirmbacher und Dr. Hubertus von Roenne mit Dr. Nima Barraci, der seit 25 Jahren in der Luftfahrt arbeitet und bei der Lufthansa Group die Group Data Strategy verantwortet.
Der Zugang zu Flugzeugdaten ist für Airlines von großer Bedeutung. Denn wer auf die Daten zugreifen kann, entscheidet weitgehend darüber, wann Komponenten ausgetauscht, wo sie gewartet und an welchen Standorten Ersatzteile vorgehalten werden. Nima erklärt, warum Fluggesellschaften gegen das Duopol der Flugzeughersteller bislang wenig ausrichten konnten und welche Transparenz der Data Act bereits gebracht hat.
Dabei geht es auch um den Schutz von Geschäftsgeheimnissen und die Frage, inwieweit dieses Argument den Zugang zu Daten einschränken kann. Nima erläutert, warum ihn die Berufung auf Geschäftsgeheimnisse bislang nicht überzeugt.
Außerdem sprechen die drei über die Bedeutung interner Kommunikation als Erfolgsfaktor, den Trend zur sogenannten On-Device-Computation und die damit verbundene Gefahr, dass der Datenzugang künftig wieder erschwert werden könnte.
Zum Abschluss geht es um Nimas Wunsch an die Politik: Dem Data Act Zeit geben, damit er seine Wirkung entfalten kann.
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