In der 50. Folge des Data Navigator geht es ins Handwerk: Dr. Martin Schirmbacher und Hubertus von Roenne sprechen mit Dr. Fabian Schnabel, der beim Fachverband Tischler NRW die Beratungsstelle für Innovation und Technologie leitet. Seit Jahren begleitet er die Digitalisierungsdebatten in Brüssel aus der Perspektive des Handwerks.
Am Beispiel einer Hotelsanierung, an der mehrere Tischlereien gemeinsam arbeiten, erklärt Fabian, wie Daten zwischen Planungssoftware, Produktionssystemen und CNC-Maschinen verschiedener Hersteller fließen – und wo sie steckenbleiben. Fehlende Interoperabilität und die Abhängigkeit von einzelnen Anbietern gehören für viele Betriebe zum Alltag. Welche Möglichkeiten der Data Act eröffnet, ist dagegen oft wenig bekannt. Gleichzeitig stößt er an Grenzen: Viele relevante Daten liegen in Software und nicht in vernetzten Produkten.
Außerdem geht es um den Digitalen Produktpass für Möbel und den möglichen Aufwand bei Einzelanfertigungen, um Standards wie ECLASS und IDM sowie um die Rolle der Innungen bei der Bündelung der Interessen kleiner Betriebe. Zum Abschluss diskutieren die drei, welchen Beitrag der Digital Omnibus zu offenen Schnittstellen leisten müsste.
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